Mnchen
Bericht Women's Run Mnchen
Beim Women's Run Mnchen 2013 erstrmten 4.000 Powerfrauen in brombeerfarbenen Shirts den Mnchner Olympiapark und sorgten damit fr einen neuen Teilnehmerrekord.
So viele Brombeeren hatte man im Olympiapark in Mnchen noch nie gesehen. Brombeeren so weit das Auge reichte. Htte man zumindest meinen knnen, wenn man sich dem Olympiastadion am Samstagmittag nherte. Denn die ber 4.000 Starterinnen des Mnchener Womens Run trugen nahezu alle das auffllig brombeerfarbene T-Shirt der Veranstaltungsserie, auf dem in diesem Jahr das Motto Powerfrau prunkte.
Im letzten Jahr alle in rosa Shirts und als Laufwunder, in diesem Jahr in krftigem Brombeer und als Powerfrauen, meinte die 25-jhrige Melanie, wir steigern uns offensichtlich!. Und nchstes Jahr vielleicht in knallrot und als Kraftpakete, spekulierte ihre Freundin Anette, die schon zum vierten Mal beim Womens Run am Start war und neben Melanie noch sechs weitere Powerfrauen aus Nrnberg mitgebracht hatte. Starten tun die acht Freundinnen bei klassischen Wettkmpfen sonst kaum. Dies gilt wohl auch fr die Mehrzahl der brigen Starterinnen ber die 5- und die 8-km-Distanzen, die durch den wunderschnen Olympiapark fhren.
Der Lauf an sich ist sowieso nur das abschlieende Highlight eines netten Nachmittags, den man mit Freundinnen in und um das Womens Village verbringt, wo man sich stylen, pflegen oder einfach nur unterhalten kann. Meist frequentiert war wie immer die Beauty Lounge, mit Frisur- und Kosmetikberatung, viele relaxten in Massagesesseln oder shoppten im Trendshop, lieen sich von der Bhne bespaen und genossen die ein oder andere Kstlichkeit der umliegenden Stnde. Eine entspannte Atmosphre. Nur das Wetter entsprach nicht ganz den Erwartungen, denn die Sonne versteckte sich hinter dicken Wolken und ab und zu nieselte es sogar leicht. Der Gesamtstimmung tat das keinen Abbruch, erst recht nicht als es am spten Nachmittag dann auch an die Laufstarts ging.
Erst um 16.30 Uhr der 5-km-Lauf, dann um 17.45 Uhr der 8-km-Lauf. Auffllig war das groe Miteinander statt des sonst bei Wettkmpfen blichen Gegeneinanders der Luferinnen. In Gruppen, Hand-in-Hand, eintrchtig nebeneinander kamen die Teilnehmerinnen das leichte Geflle der Zielgeraden hinunter gerannt, fast alle ein breites Grinsen im Gesicht. Da knnen sich viele Mnner mal ein Beispiel dran nehmen, wie man mit groer Fairness und Rcksichtnahme trotzdem an seine Grenzen gehen kann meinte ein sichtlich beeindruckter Zuschauer am Zielkanal. Ein Mann wohlgemerkt. Meine Frau hat in diesem Jahr schon am Women's Run in Kln teilgenommen, kommentierte er seine Euphorie, und wollte jetzt auch noch unbedingt hier starten. Wir verbinden es mit einem Verwandtenbesuch. Und auf die Frage, warum die Verwandten nicht auch anfeuern, antwortete Bernd: Die haben sich spontan auch zum Laufstart entschlossen! Ach so: Achtung Womens Run, Ansteckungsgefahr, sozusagen.
So soll es sein, sagt Veranstalterin Stephi Fahnemann von RUNNERS WORLD, die bei der Siegerehrung zum Abschluss des erfolgreichen Tages noch die Besten ehrte. ber 5 Kilometer war dies Yvonne Kleiner in 18:02 Minuten und ber 8 Kilometer Michi Herlbauer in 29:56 Minuten. Natrlich erhielten die beiden schnellsten Luferinnen nicht irgendetwas, sondern passend zur Veranstaltung einen Gutschein fr ein fesches Dirndl. Es muss nicht brombeerfarben sein, darf es aber durchaus , sagt Stephi Fahnemann lachend.
